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	<title>Nikos Bücherfieber. Vorsicht, ansteckend!</title>
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	<description>Rezensionen. Porträts. Interviews. Von Nikolaos Georgakis</description>
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		<title>Nikos Bücherfieber. Vorsicht, ansteckend!</title>
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		<title>Chris Killen und ein nägelkauendes Ungeheuer im Vogelzimmer</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Sep 2009 19:32:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nikolaos Georgakis</dc:creator>
				<category><![CDATA[_Belletristik]]></category>

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		<description><![CDATA[Nennen wir das Erstlingswerk von Chris Killen schlicht großartig! Was der 28-jährige Brite da abliefert, ist fein ausbalanciert und sprachlich von einer Wucht, dass man glaubt, in den jungen Schreiber sei der alterswilde Thomas Bernhard gefahren – so viel Selbst- &#8230; <a href="http://georgakis.wordpress.com/2009/09/09/chris-killen-und-ein-nagelkauendes-ungeheuer-im-vogelzimmer/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=georgakis.wordpress.com&amp;blog=1031228&amp;post=111&amp;subd=georgakis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="line-height:25px;font:18px Georgia;color:#b8691d;margin:0;"><span style="color:#333333;font-family:Verdana, 'Times New Roman', 'Bitstream Charter', Times, serif;font-size:12px;">Nennen wir das Erstlingswerk von Chris Killen schlicht großartig! Was der 28-jährige Brite da abliefert, ist fein ausbalanciert und sprachlich von einer Wucht, dass man glaubt, in den jungen Schreiber sei der alterswilde Thomas Bernhard gefahren – so viel Selbst- und Weltekel ist lange nicht mehr so eigenwillig, elegant und fesselnd formuliert worden. Nur eins verwundert: Warum das Buch bei uns nicht den Erfolg hat, den es in den USA und Großbritannien feiert.</span></p>
<p style="line-height:20px;font:12px Times New Roman;color:#333333;min-height:15px;margin:0;">
<p style="line-height:20px;font:12px Helvetica;margin:0;">
<p style="line-height:20px;font:12px Verdana;color:#333333;margin:0;">Der Held, den uns Killen in all seinen seelischen Abgründen Seite für Seite entblättert, ist ein blasses, nägelkauendes Nichts; zumindest fühlt sich Will so und setzt seine ganze zerstörerische Energie daran, zu verschwinden, sich selbst zu zerstören &#8211; und alles, was ihn umgibt.</p>
<p style="line-height:20px;font:12px Times New Roman;color:#333333;min-height:15px;margin:0;">
<p style="line-height:20px;font:12px Verdana;color:#333333;margin:0;"><strong>Gift, Galle und seelenloser Sex</strong></p>
<p style="line-height:20px;font:12px Times New Roman;color:#333333;min-height:15px;margin:0;">
<p style="line-height:20px;font:12px Verdana;color:#333333;margin:0;">Streng genommen ist dies aber kein Roman, sondern ein Selbstgespräch, ein reißender Reflexionsstrom aus einem beschädigten Leben voller Gift, Galle und Eifersucht. Und weil das Unvollkommene sich nur im Vollkommenen spiegeln kann, wird noch ein zweiter Will in die Geschichte eingeführt.</p>
<p style="line-height:20px;font:12px Times New Roman;color:#333333;min-height:15px;margin:0;">
<p style="line-height:20px;font:12px Verdana;color:#333333;margin:0;">Will, der Künstler und Freund des Lebensuntüchtigen, malt Vögel, immer wieder Vögel und versteht sein Leben als ein Konzeptkunst. „Ich werde ein Mädchen dafür bezahlen, eine Beziehung mit mir zu führen, und dann mache ich Schluss mit ihr und dokumentiere die Sache in einer Ausstellung.” Soweit kommt es nicht. Stattdessen schläft der schräge Vogel mit Wills Freundin.</p>
<p style="line-height:20px;font:12px Times New Roman;color:#333333;min-height:15px;margin:0;">
<p style="line-height:20px;font:12px Verdana;color:#333333;margin:0;">Wie es sich für die Cool-Britannia-Generation gehört, gilt es auch hier etliche Passagen mit seelenlosem Sex wegzulesen. Auffallend: Über zwanzig Mal wird das Adjektiv „kalt” benutzt, nur um dann wieder eine wärmende Metapher darum zu stricken. Und immer haben sie mit Helen, Clair und Alice zu tun, bei denen es sich durchaus um dieselbe Person handeln könnte.</p>
<p style="line-height:20px;font:12px Times New Roman;color:#333333;min-height:15px;margin:0;">
<p style="line-height:20px;font:12px Verdana;color:#333333;margin:0;">Killens Debüt überzeugt nicht zuletzt auch dank seines schwarzen, wohl dosierter Humors, der jeglichen Anflug von Lesedepressionen verhindert; und so schaut man seinem Untergeher mit Lust beim Untergehen zu.</p>
<p style="line-height:20px;font:12px Times New Roman;color:#333333;min-height:15px;margin:0;">
<p style="line-height:20px;font:12px Verdana;color:#333333;margin:0;"><em>Chris Killen: Das Vogelzimmer. Taschenbuch, 160 Seiten, Kiepenheuer &amp; Witsch, 7.95 €</em></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/georgakis.wordpress.com/111/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/georgakis.wordpress.com/111/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/georgakis.wordpress.com/111/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/georgakis.wordpress.com/111/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/georgakis.wordpress.com/111/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/georgakis.wordpress.com/111/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/georgakis.wordpress.com/111/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/georgakis.wordpress.com/111/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/georgakis.wordpress.com/111/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/georgakis.wordpress.com/111/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/georgakis.wordpress.com/111/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/georgakis.wordpress.com/111/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/georgakis.wordpress.com/111/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/georgakis.wordpress.com/111/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=georgakis.wordpress.com&amp;blog=1031228&amp;post=111&amp;subd=georgakis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Mit Henning Scherf gemeinsam statt einsam</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Sep 2009 20:11:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nikolaos Georgakis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Henning Scherf]]></category>
		<category><![CDATA[_Lesungen]]></category>
		<category><![CDATA[Lesungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Kevelaer. Der beliebte Ex-Politiker Henning Scherf kam nach Kevelaer, um sein neues Buch vorzustellen. Weil das SPD-Urgestein aber lieber mit Menschen spricht statt vorzulesen, wurde es eine frei gesprochene Rede über ein gelingendes Leben in einer älter werdenden Gesellschaft. <a href="http://georgakis.wordpress.com/2009/09/03/mit-henning-scherf-gemeinsam-statt-einsam/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=georgakis.wordpress.com&amp;blog=1031228&amp;post=95&amp;subd=georgakis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Kevelaer. Der beliebte Ex-Politiker Henning Scherf kam nach Kevelaer, um sein neues Buch vorzustellen. Weil das SPD-Urgestein aber lieber mit Menschen spricht statt vorzulesen, wurde es eine frei gesprochene Rede über ein gelingendes Leben in einer älter werdenden Gesellschaft.</em></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-105" title="Scherf_Henning_neu_Foto_privat_frei" src="http://georgakis.files.wordpress.com/2009/09/scherf_henning_neu_foto_privat_frei3.jpg?w=500&#038;h=337" alt="Scherf_Henning_neu_Foto_privat_frei" width="500" height="337" /></p>
<p>Dass Henning Scherf eine herausragende Persönlichkeit ist, zeigt sich nicht nur an seiner Körpergröße von 2,04 Meter. Nein, es ist auch die unnachahmliche Art des ehemaligen Bremer Bürgermeisters und SPD-Urgesteins, mit der er auf Menschen zugeht.</p>
<p>So auch bei der Lesung im Konzert- und Bühnenhaus in Kevelaer am Dienstagabend, die er auf Einladung des „Fördervereins Generationshaus” bestritt. Und das regelrecht druckfrisch, hielt Scherf in Kevelaer zum ersten Mal sein neues Buch „Gemeinsam statt einsam” in den Händen. Daraus vorgelesen hat er trotzdem nicht, aber fast drei Stunden lang darüber erzählt und erzählt und erzählt…</p>
<p><strong>Aus Vor-Liebe geheiratet</strong></p>
<p>Henning Scherf: Gemeinsam statt Einsam. Verlag Herder<br />
Aber der Reihe nach: Pünktlich um 20 Uhr betrat der sanfte Riese den Saal, und wer sich bis dahin gefragt hatte, warum die Bremer ihren Scherf schlicht „Henning der Knutscher” nennen, verstand sofort: Über 15 Minuten lang begrüßte der Mann, der in seiner aktiven Politikerzeit mehrmals als Bundespräsident im Gespräch war, sein Publikum. Jeden der 120 Zuhörer einzeln, jeden per Handschlag, viele mit warmen oder launigen Worten („Schauen Sie mal, was ich für ein großes Männchen bin”), einige umarmte er gar wie alte Verwandte. Dabei</p>
<p>bekannte Scherf ohne Umschweife, zum ersten Mal in Kevelaer zu sein. Er, der Protestant, freue sich „auf das Milieu hier”. Später bekannte er mit kokettem Scharm noch, er habe seine Frau aus Vor-Liebe geheiratet, ob man denn so was hier sagen dürfe. Durfte man.</p>
<p>Sein Interesse an den Menschen wirkt echt, und ein begnadeter Rhetoriker ist er zudem. Nach fast drei Stunden Scherfscher Dauerwerbesendung für eigene Lebenseinsichten, hatte man glatt das Gefühl, die Hälfte der Zuhörer im Saal ziehe noch am selben Abend in eine Wohngemeinschaft.</p>
<p><strong>Alters-WG bekannt wie Kommune I</strong></p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-94" title="Der Buchtitel ist Programm: &quot;Gemeinsam statt einsam&quot;" src="http://georgakis.files.wordpress.com/2009/09/978-3-451-30255-8_1500p.jpg?w=188&#038;h=300" alt="Der Buchtitel ist Programm: &quot;Gemeinsam statt einsam&quot;" width="188" height="300" /></p>
<p>Es liegt wohl am Charisma des 71-Jährigen, dem bereits in seiner Zeit als aktiver Politiker das Kunststück gelang, weit über die Grenzen des Bremer Stadtstaats („ich war mal so etwas wie ein Rüttgers”) berühmt und beliebt zu werden. Nicht nur, weil Scherf beinharte Konservative durch seine integre Art in eine Große Koalition kuschelte, sondern auch, weil er mit seiner Frau seit zwei Jahrzehnten in einer Hausgemeinschaft lebt. Inzwischen ist daraus eine Alters-WG geworden, die fast so bekannt ist wie die „Kommune I” im Berlin der 1968er.</p>
<p>Henning Scherf ist Pragmatiker genug, das Unmögliche zu probieren. Seine zentrale These lautet: In einer immer älter werdenden Gesellschaft dürften wir uns nicht auf ein anonymes und überfordertes Sozial- und Gesundheitssystem verlassen. Vielmehr müsse man sich mit Menschen eng zusammentun, die, wie Scherf es sagte, „nicht weglaufen, wenn es schwierig wird, die einen tragen, die um einen sind, wenn man sterben muss”. Sein eigenes Leben, über das der Privatier so erfolgreiche und zuversichtliche Bücher schreibt, soll dabei eine Art Motivation zu mehr gelebter nicht nur geforderter Solidarität sein.</p>
<p>So stand er dann, der „Prototyp der neuen Alten“ nach seiner freigesprochen Lesung, signierte fröhlich Buch um Buch („ich schreib’ da rein, was immer Sie wollen“). Und ab und an konnte er es wieder nicht lassen – das mit dem Kuscheln. Sage doch einer, der Mann liefere keine handfesten Argumente für seine Ideen von einem gelingenden Leben im Alter.</p>
<p>Text: Nikolaos Georgakis</p>
<p>Bilder: Herder Verlag</p>
<p>Erschienen in der Neuen Rhein/Ruhr Zeitung <a title="NRZ" href="http://www.derwesten.de/nrz" target="_blank">(NRZ)</a> und dem Kevelaerer Blatt am 3. September 2009</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/georgakis.wordpress.com/95/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/georgakis.wordpress.com/95/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/georgakis.wordpress.com/95/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/georgakis.wordpress.com/95/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/georgakis.wordpress.com/95/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/georgakis.wordpress.com/95/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/georgakis.wordpress.com/95/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/georgakis.wordpress.com/95/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/georgakis.wordpress.com/95/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/georgakis.wordpress.com/95/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/georgakis.wordpress.com/95/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/georgakis.wordpress.com/95/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/georgakis.wordpress.com/95/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/georgakis.wordpress.com/95/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=georgakis.wordpress.com&amp;blog=1031228&amp;post=95&amp;subd=georgakis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Die Vorleser im ZDF: Interview mit Ljoma Mangold</title>
		<link>http://georgakis.wordpress.com/2009/07/09/die-vorleser-im-zdf-interview-mit-ljoma-mangold/</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Jul 2009 20:18:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nikolaos Georgakis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Vorleser]]></category>
		<category><![CDATA[Ljoma Mangold]]></category>
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		<category><![CDATA[Amelie Fried]]></category>
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		<description><![CDATA[Er ist der Mann an Amelie Frieds Seite: Ijoma Mangold. Der stellvertretende Ressortleiter Feuilleton/Literatur bei der Wochenzeitung Die Zeit und die Ex-3nach9-Moderatorin starten am Freitagabend mit einer Literatursendung im ZDF. Zusammen sind sie: Die Vorleser. <a href="http://georgakis.wordpress.com/2009/07/09/die-vorleser-im-zdf-interview-mit-ljoma-mangold/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=georgakis.wordpress.com&amp;blog=1031228&amp;post=85&amp;subd=georgakis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-large wp-image-88" title="ljoma Mangold" src="http://georgakis.files.wordpress.com/2009/07/ljoma-mangold.jpg?w=518&#038;h=320" alt="ljoma Mangold" width="518" height="320" /></p>
<p>Vorkoster im Dienste des Lesers</p>
<p>Er ist der Mann an Amelie Frieds Seite: Ijoma Mangold. Der stellvertretende Ressortleiter Feuilleton/Literatur bei der Wochenzeitung Die Zeit und die Ex-3nach9-Moderatorin starten am Freitagabend mit einer Literatursendung im ZDF. Zusammen sind sie: Die Vorleser.</p>
<p><em>Gratulation zu Ihrem Mut, Herr Mangold.</em></p>
<p><strong>Ijoma Mangold:</strong> Mut? (lacht) Warum?</p>
<p><em>Nun, immerhin haben Sie noch nie eine Fernsehsendung moderiert.</em></p>
<p><strong>Mangold:</strong> Das ist richtig. Das ZDF hat mich aber nicht als Profimoderator engagiert, sondern als Literaturkritiker. Und mit Amelie Fried hat man eine sehr erfahrene Fernsehfrau geholt, so gibt es eine spannende Mischung unterschiedlicher Erfahrungen und Fähigkeiten, die sich sehr gut ergänzen. Da bin ich sicher.</p>
<p><em>Und wie kam das ZDF auf Sie?</em></p>
<p><strong>Mangold:</strong> Ehrlich gesagt: Ich weiß es nicht! Irgendwann klingelte das Telefon. Jetzt mach ich es. Auch wenn ich im Leben nicht an das Nachfolgeformat von „Lesen!” gedacht hätte.</p>
<p><em>Und Sie haben im Gegensatz zu Amelie Fried mehr zu verlieren. Sie kommen aus den ach so hohen Höhen des Feuilletons und begeben sich nun in die Niederungen des Fernsehens, einem Medium, von dem sich Ihre Vorgängerin Elke Heidenreich angewidert abwandte. Ihre Autorität als Kritiker könnte schnell leiden.</em></p>
<p><strong>Mangold:</strong> Im Gegenteil: Ich glaube, man kann sehr viel gewinnen. Marcel Reich-Ranicki ist erst mit seiner Sendung (Anm. &#8222;Das literarische Quartett&#8220;) zur übermächtigen Figur der deutschen Literaturkritik geworden, also Kraft des Mediums Fernsehen. Wenig zu gewinnen ist, glaube ich, nicht richtig. Aber viel zu verlieren, da könnten Sie recht haben.</p>
<p><em>Da Sie schon Ranicki erwähnen, wie halten Sie es mit seiner These, nach der jede Kritik, offen oder getarnt, auch eine pädagogische Absicht enthält? Gehen Sie mit einer Absicht in die Sendung?</em></p>
<p><strong>Mangold:</strong> Ich deute Ranicki so: In allem, worin man eine starke Meinung ausdrückt, stecken unser eigenes Leben, unsere Erfahrungen und Weltbilder. Wenn wir über Bücher ein Urteil fällen, sind da immer unsere eigenen Überzeugungen drin. Und Überzeugungen tendieren dazu, andere auf ihre Seite zu ziehen&#8230;.</p>
<p><em>&#8230;oder vor den Kopf zu stoßen&#8230;</em></p>
<p><strong>Mangold:</strong> &#8230;ich kämpfe gern für meine Überzeugungen und freue mich natürlich, wenn andere die Argumente einsichtig finden. Das hat aber nichts mit dem erhobenen Zeigefinger eines Oberlehrers zu tun. So etwas wäre mir fremd. Wir werden nicht versuchen, jemanden zu erziehen.</p>
<p><em>Nein, Sie kündigen ja an, zum Lesen verführen zu wollen, und haben mit dem Ausrufezeichen der Vorgängersendung &#8222;Lesen!&#8220; gleich den kompletten Titel einkassiert. In Anspielung an Bernhard Schlinks Erfolgsroman heißt Ihre Sendung „Die Vorleser”, wobei Sie streng genommen eher „Die Vorkoster” sind.</em></p>
<p><strong>Mangold:</strong> Erwischt! Wir wollten das Wort Vorkoster nur ins Literarische übertragen. Tatsächlich wollen wir gerade nicht in den Schallraum Schlink, sondern eher in das Bedeutungsfeld des Vorkosters, der die Speise probiert, bevor sie der König serviert bekommt. Der König ist der Zuschauer.</p>
<p><em><img class="alignleft size-medium wp-image-92" title="Amelie Fried" src="http://georgakis.files.wordpress.com/2009/07/amelie-fried.jpg?w=200&#038;h=300" alt="Amelie Fried" width="200" height="300" />Gleichwohl lässt sich Amelie Fried mit dem hörbaren Seitenhieb auf Elke Heidenreich zitieren, man wolle keinen Verkaufskanal starten.</em></p>
<p><strong>Mangold:</strong> Amelies Satz unterschreibe ich jederzeit. Wir wollen nicht daran gemessen werden, ob jedes Buch, über das wir diskutieren, danach auf den oberen Plätzen der Spiegel-Bestsellerliste landet. Das kann nicht der Gradmesser unseres Erfolgs sein.</p>
<p><em>Und woran wollen Sie sich messen lassen?</em></p>
<p><strong>Mangold:</strong> An der eigenen, inneren Glaubwürdigkeit. Uns geht es nicht um Marktdurchsetzungsmacht, uns geht es um Bücher, die es wert sind, besprochen zu werden.</p>
<p><em>Die Liste ihrer ersten Auswahl an Literatur liest sich entsprechend, wie kommt sie eigentlich zustande?</em></p>
<p><strong>Mangold:</strong> Nicht, indem Amelie und ich einen Tag vorher zwei Bücher mitbringen. Wir sind da in einem permanenten Lektüreprozess und im ständigen Austausch. Erst werden unendlich viele Bücher erwogen und plötzlich steht da eine Liste. Wir achten allerdings streng auf eine gute Mischung aus Genres, Nationalliteraturen und Tonfällen. Eine Grundbedingung gibt es aber: Es müssen natürlich Bücher sein, zu denen einer von uns beiden ein leidenschaftliches Verhältnis hat.</p>
<p><em>Was kann die Literaturkritik im Fernsehen, was sie in geschriebener Form nicht kann?</em></p>
<p><strong>Mangold:</strong> Vor allem kann sie viel mehr Menschen erreichen. Und sie kann, wie in unserer Sendung, in dieser Zweierkonstellation zeigen, dass man verschieden über Bücher denken kann, ohne dass damit etwas über ihren Wert gesagt wäre.</p>
<p><em>Wie sieht es mit Genauigkeit und Leidenschaft aus? Für beides haben Sie den Berliner Kritikerpreis bekommen&#8230;</em></p>
<p><strong>Mangold:</strong> &#8230;und beides möchte ich im Fernsehen vereinen. Die reine Leidenschaft ohne die Genauigkeit wäre leeres Gerede. Umgekehrt, wenn man nur genau ist, ohne Leidenschaft, dann lässt es alle Herzen kalt.</p>
<p><em>Mit wie viel Sendungsbewusstsein muss ein Literaturkritiker ausgestattet sein, um sich vor die Kamera zu stellen?</em></p>
<p><strong>Mangold:</strong> Tolle Frage! Ich liebe böse Fragen! Allerdings sind sie schwer zu beantworten (lacht). Hmm. Ich habe Spaß an der freien Rede vor der Kamera, so viel steht fest. Aber ich bin nicht der Meinung, dass die Welt ohne meinen eigenen Beitrag ein schlechtere wäre. Gleichwohl habe ich das Zutrauen, dass unsere Sendung eine vergnügliche Sache wird.</p>
<p>Text: Nikolaos G e o r g a k i s. Das Interview ist in gekürzter Form in der NRZ und der WAZ vom 9. Juli 2009 und vollständig auf <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/kultur/fernsehen/2009/7/9/news-125053148/detail.html" target="_blank">DerWesten.de</a></p>
<p>Fotos: Susanne D i t t m a n n / ZDF</p>
<p><em>Info: &#8222;Die Vorleser&#8220; diskutieren zum ersten Mal an diesem Freitag (10. Juli) um 22.30 Uhr- und zwar im ZDF. Als Gast in ihrer ersten Sendung begrüßen Amelie Fried und Ijoma Mangold Walter Sittler. Der Schauspieler und Autor hat ein Buch von Erich Kästner im Gepäck, das er 2007 zu einem musikalischen Bühnenprogramm umgearbeitet hat. Die Liste der Bücher finden Sie unter diesem <a href="http://vorleser.zdf.de/ZDFde/inhalt/5/0,1872,7600421,00.html?dr=1" target="_blank">Link</a>. </em></p>
<p><em> </em></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/georgakis.wordpress.com/85/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/georgakis.wordpress.com/85/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/georgakis.wordpress.com/85/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/georgakis.wordpress.com/85/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/georgakis.wordpress.com/85/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/georgakis.wordpress.com/85/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/georgakis.wordpress.com/85/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/georgakis.wordpress.com/85/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/georgakis.wordpress.com/85/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/georgakis.wordpress.com/85/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/georgakis.wordpress.com/85/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/georgakis.wordpress.com/85/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/georgakis.wordpress.com/85/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/georgakis.wordpress.com/85/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=georgakis.wordpress.com&amp;blog=1031228&amp;post=85&amp;subd=georgakis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Amelie Fried</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Interview mit Petros Markaris zu den Krawallen in Griechenland</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Dec 2008 18:04:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nikolaos Georgakis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Petros Markaris]]></category>
		<category><![CDATA[_Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[_Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Athen]]></category>
		<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Krawalle]]></category>
		<category><![CDATA[Markaris]]></category>

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		<description><![CDATA["Ich kann an Gewalt nichts Politisches Erkennen" - Krimiautor Petros Markaris über die Ursachen der Gewalt, überforderte Polizisten und die Vergiftung des politischen Klimas. Markaris ist ein auch in Deutschland bekannter Kriminalbuchautor aus Athen und ein kritischer Beobachter der griechischen Politik. Das Gespräch führte Nikolaos Georgakis. <a href="http://georgakis.wordpress.com/2008/12/15/interview-mit-petros-markaris-zu-den-krawallen-in-griechenland/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=georgakis.wordpress.com&amp;blog=1031228&amp;post=75&amp;subd=georgakis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Vor meiner Haustür beginnt die Hölle“</strong><br />
GRIECHENLAND. Krimiautor Petros Markaris über die Ursachen der Gewalt, überforderte Polizisten und die Vergiftung des politischen Klimas. Markaris ist ein auch in Deutschland bekannter Kriminalbuchautor aus Athen und ein kritischer Beobachter der griechischen Politik.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-59" title="Petros Markaris" src="http://georgakis.files.wordpress.com/2007/06/markaris_mos_2_0211.jpg?w=300&#038;h=200" alt="Petros Markaris" width="300" height="200" /></p>
<p>NRZ: Frage: Herr Markaris, was ist denn los bei Ihnen in Athen?</p>
<p>Petros Markaris: Die Hölle, es ist die Hölle sage ich Ihnen! Seit der Tötung des 15-jährigen Jungen durch einen Polizisten steht das Land in Flammen. Nehmen Sie das wörtlich. Und das Schlimmste daran ist, es erstaunt mich noch nicht einmal.</p>
<p>NRZ: Sie wollen sagen, Sie haben es kommen sehen?</p>
<p>Markaris: Von meinem Balkon aus, wenn Sie wollen. Seit Jahren liefern sich im Stadtteil Exarchia die so genannten Anarchisten und die Polizei ein Katz-und-Maus-Spiel. Vor meiner Haustür beginnt quasi eine rechtsfreie Zone. Sobald ein Polizeiauto hier bei uns auftaucht, wird es mit einem Steinhagel von den Anarchisten begrüßt. Irgendwann musste irgendjemand die Nerven verlieren.</p>
<p>NRZ: Aber das Ausmaß der Gewalt muss doch auch Sie überrascht haben. Griechenland gilt zwar als ein hochpolitisiertes Land&#8230;</p>
<p>Markaris: &#8230;ich kann an Gewalt nichts Politisches erkennen.</p>
<p>NRZ: Hat Ministerpräsident Kostas Karamanlis also Recht gehabt, als er &#8222;extreme Elemente&#8220; für die Ausschreitungen verantwortlich machte, deren &#8222;einziges Motiv die Gewalt und die Zerstörung&#8220; sei?</p>
<p>Markaris: Erst taucht Karamanlis in der Krise ab, dann macht er es sich wieder einmal viel zu einfach. Die Krawalle sind nicht zu rechtfertigen, aber sie sind erklärbar. Da kocht so viel Wut über, eine Wut die sich über Jahre hinweg bei den Jugendlichen angestaut hat. Sie werden von den Universitäten mit ihren Abschlüssen direkt in die Arbeitslosigkeit geschickt. Das frustriert ungemein. Außerdem: Diese Wut und Unzufriedenheit waren in den fast schon alltäglichen Ausschreitungen bei Fußballspielen und den Besetzungen von Universitäten vorher deutlich zu sehen.</p>
<p>NRZ: Hinzu kommt die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise, die ja auch vor Griechenland nicht halt macht.</p>
<p>Markaris: Nein, natürlich nicht, die Chancen werden auf dem Arbeitsmarkt dadurch für die Studenten nicht besser. Und wenn diese Generation an hochqualifizierten Menschen ohne jegliche Zukunftsperspektiven dann sieht, dass eine ganze Schicht von korrupten Politikern, Beamten und Wirtschaftsleuten, die sich schamlos bereichern, hier ungestraft davonkommen, dann verliert das gesamte politische System an Legitimation. Nicht nur die Regierung Karamanlis. Wie gesagt: Gewalt ist nicht zu rechtfertigen, aber sie ist erklärbar.</p>
<p>NRZ: Und wie erklären Sie sich als Kriminalbuchautor das Verhalten der griechischen Polizei? Ihr wird in dieser Angelegenheit kein gutes Zeugnis ausgestellt. Sie gilt als überfordert&#8230;</p>
<p>Markaris: &#8230;sie ist überfordert, da gibt es nichts zu deuteln. Und sie ist unzureichend ausgebildet. Der Staat lässt die Polizei mit den Problemen der Gesellschaft vollkommen allein und indem er sie immer wieder als Versorgungsstätte für die eigenen Gefolgsleute missbraucht, schwächt er sie noch mehr. Erschwerend hinzu kommt ihre Tradition. Bis 1975 war die Polizei hier so etwas wie ein Staat im Staate, der für Repression und Willkür stand. Es wird noch lange dauern, bis die Polizisten auf den Straßen Athens lernen, wie man sich einem Bürger gegenüber zu benehmen hat.</p>
<p>NRZ: Ist das der Grund, warum sogar manche Bürger die Krawalle ihrer Kinder, teils laut, teils leise, tolerieren? Neben Schülern, Studenten und Mitläufern sind sogar Rentner zu sehen, die mit Steinen nach Polizisten werfen. Geschädigte Ladenbesitzer schimpfen mehr auf die Ordnungskräfte als auf die Randalierer.</p>
<p>Markaris: Griechenland ist das letzte Bollwerk des real existierenden Sozialismus, nicht von seiner politischen Verfassung her, sondern von der Mentalität seiner Bürger. Immer ist der Staat an allem schuld und gleichzeitig soll er alles für seine Bürger regeln. Für uns Griechen gilt immer noch der alte Sartre-Satz: &#8222;Die Hölle, das sind die anderen&#8220;. Nur dass meine Hölle direkt vor der Haustür beginnt.</p>
<p>Das Gespräch führte NIKOLAOS G E O R G A K I S,<br />
erschienen in der Neue Rhein/Ruhr Zeitung <a title="Neue Rhein/Ruhr Zeitung (NRZ)" href="http://www.derwesten.de/nrz" target="_blank">(NRZ)</a><br />
am 9. Dezember 2008</p>
<p>BILD: Regine M o s i m a n n</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/georgakis.wordpress.com/75/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/georgakis.wordpress.com/75/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/georgakis.wordpress.com/75/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/georgakis.wordpress.com/75/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/georgakis.wordpress.com/75/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/georgakis.wordpress.com/75/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/georgakis.wordpress.com/75/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/georgakis.wordpress.com/75/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/georgakis.wordpress.com/75/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/georgakis.wordpress.com/75/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/georgakis.wordpress.com/75/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/georgakis.wordpress.com/75/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/georgakis.wordpress.com/75/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/georgakis.wordpress.com/75/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=georgakis.wordpress.com&amp;blog=1031228&amp;post=75&amp;subd=georgakis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Petros Markaris</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Lesung am 23. Februar in der Buchhandlung Proust</title>
		<link>http://georgakis.wordpress.com/2008/02/22/lesung-am-23-februar-in-der-buchhandlung-proust/</link>
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		<pubDate>Fri, 22 Feb 2008 11:02:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nikolaos Georgakis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eigene Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Lesung Buchhandlung Proust Bücherdschungel]]></category>

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		<description><![CDATA[MIT PROMINENTEN IM BÜCHERDSCHUNGEL Nikolaos Georgakis zu Gast Sechs Monate ließen NRZ-Mitarbeiter Nikolaos Georgakis und seine Verlobte Silke Kastens uns an ihrem vorehelichen Gefühlsleben und den Anläufen in Richtung Standesamt teilhaben. &#8222;Heiraten für Anfänger&#8220; hieß die Serie, die ab März 2007 in der &#8230; <a href="http://georgakis.wordpress.com/2008/02/22/lesung-am-23-februar-in-der-buchhandlung-proust/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=georgakis.wordpress.com&amp;blog=1031228&amp;post=70&amp;subd=georgakis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family:Arial;font-size:11px;line-height:15px;"></p>
<div><span style="font-family:Verdana;font-size:13px;line-height:18px;"></p>
<h3><span style="font-size:12px;font-weight:normal;"><span style="font-size:13px;"><img src="http://georgakis.files.wordpress.com/2008/02/bildmarke_startseite011.jpg?w=500" alt="Buchhandlung Proust" /></span><a title="Mit Prominenten im Bücherdschungel" href="http://81.169.139.181/buchhandlung-proust/2.html?&amp;tx_cal_controller[category]=1&amp;cHash=60a172ee67">MIT PROMINENTEN IM BÜCHERDSCHUNGEL</a></span></h3>
<h2><a title="Nikolaos Georgakis zu Gast" href="http://81.169.139.181/buchhandlung-proust/22.html?&amp;tx_cal_controller[type]=tx_cal_phpicalendar&amp;tx_cal_controller[page_id]=2&amp;tx_cal_controller[getdate]=20080223&amp;tx_cal_controller[lastview]=list-2&amp;tx_cal_controller[view]=event&amp;tx_cal_controller[uid]=42&amp;cHash=41092f6f1b"><span style="font-size:12px;font-weight:normal;">Nikolaos Georgakis zu Gast</span></a></h2>
<p><span style="font-size:12px;">Sechs Monate ließen NRZ-Mitarbeiter Nikolaos Georgakis und seine Verlobte Silke Kastens uns an ihrem vorehelichen Gefühlsleben und den Anläufen in Richtung Standesamt teilhaben. &#8222;Heiraten für Anfänger&#8220; hieß die Serie, die ab März 2007 in der NRZ erschienen ist. Und: Die beiden haben sich wirklich getraut. Aber keine Angst: Heute geht es nicht um heraufziehende Ehekrisen infolge falsch ausgedrückter Zahnpastatuben; heute fragen wir: kommt der frisch Getraute neben ehelicher Kommunikation noch zum Lesen? Was sind seine Favoriten im Büchermeer? Und: spielen biographische Wurzeln eine Rolle? </span><span style="font-size:12px;">Hören wir `mal! </span></p>
<p></span></div>
<p></span></p>
<p><span style="font-family:Verdana;font-size:12px;line-height:15px;"><a title="Buchhandlung Proust" href="http://www.buchhandlung-proust.de" target="_blank">Buchhandlung Proust</a></span> <span style="font-family:Verdana;font-size:12px;line-height:15px;"><a title="Buchhandlung Proust" href="http://www.buchandlung-proust.de" target="_blank"></a></span><span style="line-height:15px;"><span style="font-family:Verdana;font-size:12px;">Akazienallee / Am Handelshof 1</span></span><span style="line-height:15px;"></span><span style="line-height:15px;"><span style="font-family:Verdana;font-size:12px;">(im Allianzhaus)</span></span><span style="line-height:15px;"></span><span style="line-height:15px;"><span style="font-family:Verdana;font-size:12px;">45127 Essen</span></span><span style="line-height:15px;"></span><span style="line-height:15px;"><span style="font-family:Verdana;font-size:12px;">Tel. 02 01 &#8211; 8 39 68 40</span></span></p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/georgakis.wordpress.com/70/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/georgakis.wordpress.com/70/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/georgakis.wordpress.com/70/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/georgakis.wordpress.com/70/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/georgakis.wordpress.com/70/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/georgakis.wordpress.com/70/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/georgakis.wordpress.com/70/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/georgakis.wordpress.com/70/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/georgakis.wordpress.com/70/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/georgakis.wordpress.com/70/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/georgakis.wordpress.com/70/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/georgakis.wordpress.com/70/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/georgakis.wordpress.com/70/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/georgakis.wordpress.com/70/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/georgakis.wordpress.com/70/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/georgakis.wordpress.com/70/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=georgakis.wordpress.com&amp;blog=1031228&amp;post=70&amp;subd=georgakis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Vom Strukturwandel im Buchhandel &#8211; am Beispiel Essens</title>
		<link>http://georgakis.wordpress.com/2007/10/13/vom-strukturwandel-im-buchhandel-am-beispiel-essens/</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Oct 2007 16:16:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nikolaos Georgakis</dc:creator>
				<category><![CDATA[_Literaturbetrieb]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Schatten der Buch-Giganten Was macht die Stadtteilbuchhandlung, wenn sich nebenan Filialketten einen Verdrängungswettbewerb liefern? / Von Nikolaos Georgakis Die Branchenriesen des Buchhandels expandieren. Kräftig. Voller Zuversicht in das Kultur- und Wirtschaftsgut Buch drängt es sie nun auch verstärkt von &#8230; <a href="http://georgakis.wordpress.com/2007/10/13/vom-strukturwandel-im-buchhandel-am-beispiel-essens/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=georgakis.wordpress.com&amp;blog=1031228&amp;post=62&amp;subd=georgakis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Schatten der Buch-Giganten</strong></p>
<p>Was macht die Stadtteilbuchhandlung, wenn sich nebenan Filialketten einen Verdrängungswettbewerb liefern? / Von Nikolaos Georgakis</p>
<p>Die Branchenriesen des Buchhandels expandieren. Kräftig. Voller Zuversicht in das Kultur- und Wirtschaftsgut Buch drängt es sie nun auch verstärkt von den Innenstädten in die Stadtteile. Auch in Essen Erst vergangene Woche eröffnete die Mayersche auf der Rüttenscheider Straße ihre zweite Niederlassung in Essen. 400 Quadratmeter, modern und hell eingerichtet. Angesichts des regen Zuspruchs in der ersten Woche zeigte sich die Filialleiterin Heike Blanke zufrieden: &#8222;Wir werden in Rüttenscheid gut angenommen. Die Kunden freuen sich, dass sie für ein Buch nicht mehr in die Stadt fahren müssen.&#8220;</p>
<p>Müssten sie ohnehin nicht. Nur wenige hundert Meter weiter, Ecke Rüttenscheider- und Martinstraße, ist schon seit einigen Jahren die Filiale von Baedeker, inzwischen auch ein Großer. Die Niederlassungen des Essener Traditionshauses wurden im Jahr 2002 von der &#8222;Buch &amp; Kunst&#8220;-Gruppe übernommen, die wiederum Anfang des Jahres mit dem Thalia-Verbund fusionierte.</p>
<p><strong>&#8222;Die Großen sind noch richtig hungrig&#8220; </strong></p>
<p>&#8222;Den großen Unternehmen im Buchhandel geht es derzeit gut. Die sind noch richtig hungrig&#8220;, sagt ein Branchenkenner. Der Verdrängungswettbewerb unter den vier &#8222;Elefanten&#8220; (DBH-Holding mit Weltbild und Hugendubel, Thalia, Schweitzer Sortiment und Mayersche) erfasst immer mehr Stadtteile.</p>
<p>Auf die Frage, ob der Baedeker-Filiale in Rüttenscheid der neue Konkurrent vor der eigenen Haustür Sorgen bereite, heißt es dort lapidar: &#8222;Konkurrenz belebt das Geschäft.&#8220; Zumindest sagt das der Geschäftsführer von &#8222;Buch &amp; Kunst&#8220; in Dresden, Tom Kirsch, und fügt hinzu: &#8222;Wir werden um jeden Kunden kämpfen, was aber ein Gewinn an Service für die Verbraucher bedeuten wird.&#8220;</p>
<p>Im Schatten der Gigantenkämpfe um Marktanteile versuchen die kleinen, inhabergeführten Buchhandlungen, sich von den Alles-im-Sortiment-Anbietern mit den großen Flächen abzusetzen, indem sie sich spezialisieren, ihre Nischen suchen.</p>
<p>Speziell ist nicht nur das Sortiment, das Susanne Böckler in ihren Regalen anbietet, sondern auch der Name ihres kleinen Ladens an der Rüttenscheider Straße 162: &#8222;Alex liest Agatha&#8220;. Neben anthroposophischer Literatur findet der Kunde bei ihr eine große Auswahl an Kriminalliteratur, also nicht nur Agatha Christie. Darüber hinaus versucht Susanne Böckler mit Lesungen, etwa an Schulen, auch Jüngere für die Bücherwelt zu begeistern.</p>
<p>Ähnlich macht es &#8222;Buchkontext&#8220; im Girardethaus mit seinem Sortiment zu Fachthemen wie Arbeitswelt und Management oder die Buchhandlung &#8222;Schmitz Junior&#8220; in Werden, die sich auf Kinderliteratur spezialisiert hat. Beispielhaft auch die Buchhandlung &#8222;Proust&#8220; an der Akazienallee, die regelmäßig ihre Kunden mit Prominenten aus dem Kulturleben durch den &#8222;Bücherdschungel&#8220; führt. Trotz ihres Kampfgeistes will sich Beate Scherzer, Inhaberin von &#8222;Proust&#8220;, keinen Illusionen hingeben: &#8222;Die aggressive Expansionsstrategie der Großen wird uns Kunden kosten.&#8220;</p>
<p>Das ahnt auch Susanne Böckler: &#8222;Wer klein ist, muss umtriebig und einfallsreich sein&#8220;, spricht sie sich und manch besorgtem Stammkunden Mut zu. &#8222;Die lieben ihre Buchhandlung um die Ecke.&#8220;</p>
<p>Wenn die Menschen denn eine Buchhandlung finden, hätte man im Essener Norden bis vor drei Jahren sagen müssen. Als der Schriftsteller und Übersetzer Ralf Vogel dort für seine Arbeit Bücher suchte, gab es für ihn nur den Weg in die Innenstadt oder ins Internet. Schließlich eröffnete er 2004 mit seiner Frau Ines Bergfort das &#8222;Buchhaus&#8220; auf 54 Quadratmetern an der Altenessener Straße.</p>
<p><strong>&#8222;Essen ist ein stark ausdifferenzierter Markt&#8220; </strong></p>
<p>Seitdem prangt die trotzige Parole an seinem Schaufenster: &#8222;Der Norden liest.&#8220; Niemand, so Vogel, wollte ihm damals glauben, dass in Altenessen ein Buchladen überleben kann.</p>
<p>Die Pionierarbeit hat sich für den engagierten Buchhändler gelohnt, er hat Konkurrenz bekommen. Die Filialkette Grüttefien, die ebenfalls zum Thalia-Verband gehört, eröffnete erst jüngst eine Filiale im Einkaufszentrum Altenessen.</p>
<p>&#8222;Keine Frage, die haben uns das Leben schwerer gemacht, aber wir sind mit unserer Kulturarbeit auch jenseits der Ladentheke gut in den Schulen und der Kulturszene vernetzt&#8220;, gibt sich Vogel zuversichtlich. Auch wenn die Großen sich weiter expansionshungrig zeigen und Tom Kirsch von &#8222;Buch &amp; Kunst&#8220; ankündigt: &#8222;Wir werden weitere Stadtteilbuchläden eröffnen; wir wollen wachsen.&#8220;</p>
<p>Der NRW-Landesverband des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels beobachtet diese Entwicklung mehr mit Interesse als mit Sorge. Nordrhein-Westfalen liegt mit 1083 Buchhandlungen (Stand 2006) zahlenmäßig in Deutschland an der Spitze. Essen mit 36 Läden NRW-weit im oberen Drittel. Entscheidend sei, so Pressesprecherin Susanne Meinel, dass Essen über einen &#8222;stark ausdifferenzierten&#8220; Markt verfüge. Diese Vielfalt und Spezialisierung werde den kleinen Buchläden helfen, dem wachsenden Druck standzuhalten.</p>
<p>Dennoch bietet das Börsenblatt des Buchhandels auf der Frankfurter Buchmesse Veranstaltungen für kleinere Buchhändler an. Sie tragen Titel wie: &#8222;Nicht aufgeben!&#8220;</p>
<p>INFO</p>
<p>ESSENS GROSSE. Der größte Buchladen Essens ist mit 5000 Quadratmetern die Mayersche gegenüber der Marktkirche. Das &#8222;Baedeker&#8220;-Haus an der Kettwiger hat 2000 Quadratmeter. Thalia will mit 1000 Quadratmetern ins neue Einkaufszentrum am Limbecker-Platz ziehen.</p>
<p>Erschienen am 13. Oktober 2007 in der <a href="http://www.nrz.de" title="Neue Rhein/Ruhr Zeitung (NRZ)">NRZ</a></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Patrick Modiano &#8211; Die Kleine Bijou</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Aug 2007 22:11:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nikolaos Georgakis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Patrick Modiano]]></category>
		<category><![CDATA[_Belletristik]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn alles von vorne beginnt „Die Kleine Bijou“ – Roman von Patrick Modiano Der Text auf dem Buchrücken trügt. Nicht „die kleine Bijou“, die Heldin des gleichnamigen Romans von Patrick Modiano, ist auf der Suche nach ihrer verlorenen Kindheit. Es &#8230; <a href="http://georgakis.wordpress.com/2007/08/23/patrick-modiano-die-kleine-bijou/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=georgakis.wordpress.com&amp;blog=1031228&amp;post=29&amp;subd=georgakis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
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„Die Kleine Bijou“ – Roman von Patrick Modiano</p>
<p>Der Text auf dem Buchrücken trügt. Nicht „die kleine Bijou“, die Heldin des gleichnamigen Romans von Patrick Modiano, ist auf der Suche nach ihrer verlorenen Kindheit. Es ist die Vergangenheit selbst, die sie unvorbereitet einholt. Eines Tages steht sie auf der Rolltreppe in einer belebten U-Bahnstation vor ihr – in Gestalt einer Frau, deren Haut an den Handgelenken so abgewetzt ist, wie der Kragen ihres verblichenen Regenmantels. Die kleine Bijou meint in dieser Frau die totgeglaubte Mutter wiederzuerkennen. Wir erfahren im Vorbeigehen den Vornamen des neunzehnjährigen Mädchens, Thérèse, die dem obskuren Objekt ihrer Erinnerungen heimlich folgt.</p>
<p>Diese sind zu Beginn noch sehr schwach. Doch Station für Station, Schritt auf Schritt, Haus um Haus wird das Mädchen zunehmend von der eigenen Assoziationskette gefesselt. Und mit ihr der Leser.</p>
<p>Patrick Modiano hat mittlerweile über zwanzig Romane veröffentlicht. Man hat aber das Gefühl, dass er immer wieder an der gleichen Geschichte weiterschreibt. Dass ist vielleicht ungewöhnlich, aber noch nicht außerordentlich. Es ist vielmehr die Art, in der Modiano seine Figuren mit einer Vergangenheit konfrontiert, an die sie sich selbst nicht erinnern wollen. Mit seiner unverwechselbaren, fein ausbalancierten Sprachmelodie erzeugt er eine diffuse Grundstimmung und Dichte, die sich wie Morgentau auf das Gemüt seiner Figuren legt. Unter dieser Schicht erscheint auch die Frau, die eigentlich noch ein Mädchen ist, in seinem jüngsten Roman verschwommen. Sie ist beschwert von einer zarten Melancholie, deren Kraft in der deutschen Übersetzung von Peter Handke erhalten bleibt, und die zwischen Desillusionierung und Fatalismus changiert.</p>
<p>Allein die Vorstellung, dass die Frau von der U-Bahn-Station ihre sie einst vernachlässigende und zurückweisende Mutter sein könnte, löst ein heftiges Déjà-vu-Erlebnis aus, mit dem das Verdrängte im Kopf „wieder von vorne beginnt“. Eine Kindheit kann man nicht wie einen Haustürschlüssel auf dem Nachhauseweg verlieren. „Ich war dieselbe geblieben“, lässt Modiano die sich wieder als die kleine Bijou fühlende junge Frau sprechen. Mit dem entscheidenden Unterschied, dass aus dem kindlichen Vertrauen-Wollen und der Suche nach Zuflucht ein Nicht-Vertrauen-Können und der ständige Wunsch nach Flucht geworden ist. Der Moment, in dem Thérèse sich dessen gewahr wird, gehört zu den bewegendsten Abschnitten dieser unbedingt lesenswerten Geschichte. Die Darmstädter Jury hat den Roman zum Buch des Monats August gewählt.</p>
<p><span style="font-style:italic;">Patrick Modiano: „Die kleine Bijou.“ Roman, aus dem Französischen von Peter Handke. Hanser-Verlag, 150 Seiten, 15,90 Euro.</span></p>
<p>Erschienen im <a href="http://www.echo-online.de/">Darmstädter Echo</a>, am 22. August 2003</p>
<p>Text: Nikolaos G e o r g a k i s<br />
Bild: <a href="http://www.hanser.de/">Hanser Verlag</a></p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/georgakis.wordpress.com/29/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/georgakis.wordpress.com/29/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/georgakis.wordpress.com/29/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/georgakis.wordpress.com/29/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/georgakis.wordpress.com/29/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/georgakis.wordpress.com/29/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/georgakis.wordpress.com/29/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/georgakis.wordpress.com/29/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/georgakis.wordpress.com/29/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/georgakis.wordpress.com/29/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/georgakis.wordpress.com/29/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/georgakis.wordpress.com/29/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/georgakis.wordpress.com/29/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/georgakis.wordpress.com/29/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/georgakis.wordpress.com/29/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/georgakis.wordpress.com/29/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=georgakis.wordpress.com&amp;blog=1031228&amp;post=29&amp;subd=georgakis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Petros Markaris &#8211; Porträt</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jun 2007 14:06:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nikolaos Georgakis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Petros Markaris]]></category>
		<category><![CDATA[_Porträts]]></category>

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		<description><![CDATA[Neuer Fall für Kostas Charitos Porträt &#8211; Von Istanbul über Wien nach Griechenland: Beim Abendessen plaudert der Autor Petros Markaris über Nationalismus und Krimi-Literatur Petros Markaris will nicht zum Griechen. Und weil in deutschen Kombüsen die Köche meist ab 22 &#8230; <a href="http://georgakis.wordpress.com/2007/06/26/petros-markaris-portrat/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=georgakis.wordpress.com&amp;blog=1031228&amp;post=61&amp;subd=georgakis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight:bold;"></span></p>
<p><span style="font-weight:bold;"><span style="font-weight:bold;">Neuer Fall für Kostas Charitos</span></span><br />
Porträt &#8211; Von Istanbul über Wien nach Griechenland: Beim Abendessen plaudert der Autor Petros Markaris über Nationalismus und Krimi-Literatur</p>
<p>Petros Markaris will nicht zum Griechen. Und weil in deutschen Kombüsen die Köche meist ab 22 Uhr wie vom Blitz getroffen den Kochlöffel fallen lassen, sitzen wir nach der Lesung beim Portugiesen. Der Exportschlager Griechenlands in Sachen anspruchsvolle Kriminalliteratur hat seine Lesereise in Deutschland fast abgeschlossen. Und jetzt hat er Hunger. Auch auf die Neugier seiner Leser, die er beharrlich zum Fragestellen animiert.</p>
<p>„Fragen sie ruhig, auch Privates“, sagt Markaris stets zu seiner treuen Fan-Gemeinde. Ebenso ausdauernd, ja geduldig gibt er Antworten. Arbeiten, das seien für ihn stets einsame Stunden vor dem Computerbildschirm. Unter seinen Lesern fühlt sich Markaris aber in bester Gesellschaft. Vor allem im deutschsprachigen Raum sind die Geschichten um und mit dem schrulligen, seltsam sympathischen Kommissar Kostas Charitos außergewöhnlich beliebt. Sein Erfinder kostet die Anerkennung aus. „Mit dem Erfolg ist es wie mit der Liebe“, sagt Markaris. Beides könne man nicht erklären. Genießen hingegen schon.</p>
<p>Nach zwei Stunden lesen und reden ist es aber auch gut. Petros Markaris hat wirklich Hunger. Er bestellt sich eine große Pealla-Pfanne, mit Fleisch. Und ein Bier. In einem einwandfreien Deutsch, das lediglich eine leise Note Wienerisch durchklingen lässt. Dann geht es ans Eingemachte. Es fallen unappetitliche Worte, wie Fremdenhass, Ausbeutung und Nationalismus. Markaris nimmt keine Serviette vor den Mund, wenn es darum geht, soziale und politische Missstände in seiner Heimat anzuprangern. „Der Kriminalroman ist der Sozialroman unserer Gegenwart“, davon ist Petros Markaris überzeugt.</p>
<p>Beim Wort Heimat stutzt der 70-Jährige Erfolgsautor. „Was soll das sein, Heimat?“, fragt der Sohn eines armenischen Vaters und einer griechischen Mutter . Dann nimmt er die Finger zu Hilfe, um die Markaris-Identitäts-Trinität zu erläutern. Sein linker Zeigefinger drückt gegen den Daumen. Dass ist Erstens: „Heimat als Geburtsort ist für mich Istanbul. Eine spannende, eine erotische Stadt“, schwärmt Markaris von der Metropole am Bosporus. Hier soll der mit steinzeitlichen Methoden ermittelnde Kommissar Charitos auch seinen von Markaris noch nicht geschrieben Fall lösen. Dann presst der linke Zeigefinger auf sein gegenüber auf der Rechten. Also Zweitens: „Heimat als Kultur ist für mich die deutschsprachige Kultur.“</p>
<p>Markaris kam nach Pogromen gegen die christliche Bevölkerung in Istanbul mit neun Jahren nach Wien, wuchs dort mit deutschersprachiger Literatur auf, verschlang regelrecht die Bücher von Karl May. Später, während und nach seinem Studium übersetzte er Bernhard, Brecht zuletzt Goethe. „Nur Theaterstücke, ich habe nie Prosa übersetzt“, unterstreicht Markaris. Und fügt hinzu: „Ich war theaterkrank.“ So krank, dass er in Griechenland gar mit seinen eigenen Bühnenstücken große Erfolge feierte.</p>
<p>Die literarischen Werke von Markaris selbst, wurden bislang in zwölf Sprachen übersetzt. Auf Deutsch sind seine Kriminalromane allesamt beim renommierten Diogenes Verlag erschienen. Auch der herausragende Erzählband „Balkan Blues“, wie der jüngst erschienener vierter Fall für den Kommissar mit den steinzeitlichen Ermittlungsmethoden. Titel: „Der Großaktionär“. Eine Kriminalgeschichte, die sich an zwei Handlungssträngen entlang entwickelt.</p>
<p>Da ist einmal vor Kreta die Schiffs-Entführung durch griechische Nationalisten, die gegen die Nato-Truppen auf den Balkan protestieren wollen. Passagier auf dem Kreuzfahrtschiff ist auch die Tochter des Kommissars. Gleichzeitig wird Charitos in Athen gebraucht, wo Menschen aus der Werbebranche im Namen einer gerechteren Welt umgebracht werden. Ob und wie das zusammenhängt, soll an dieser Stelle nicht verraten werden.</p>
<p>Außerdem sind wir bei Drittens, beim Griechischen. Heimat als Sprache ist für Petros Markaris Griechenland. Das Land, in dessen Hauptstadt er erst mit 28 Lebensjahren einwanderte und in der er sich bis heute wie ein Fremder fühlt. Das macht ihn zum Exoten, zum Unangepassten, ja manchmal wird er am Fuße der Akropolis als der ewige Nörgler beschrieben.</p>
<p>Der Krimi-Autor wiederum kritisiert unerschütterlich den naiven, fast fahrlässigen Umgang seiner Landsleute mit Phänomenen des Nationalismus, der, laut Markaris, auf dem gesamten Balkan seine Renaissance erlebt. In Hellas speziell macht er zudem eine unheilige Allianz zwischen Nationalisten und Kirche aus, die er für „vollkommen unzeitgemäß“ hält.</p>
<p>Ganz en passant verarbeitet er in seinem klug orchestrierten Krimi zudem einen bislang unbekannten Aspekt der griechischen Geschichte, der in Athen noch weiter heftige Kontroversen provozieren wird. Es geht um die Beteiligung griechischer Nazi-Kollaborateure bei Massakern der deutschen Besatzungstruppen an der Zivilbevölkerung während des Zweiten Weltkrieges.</p>
<p>„Griechen tun Griechen so etwas doch nicht an“, verzweifelt die Sekretärin im Buch an den Lebenslügen nationaler Selbstauskünfte. Hier nimmt Markaris die Rolle des Desillusionierers ein. „Wenn der Kopf eines Fisches stinkt, kann sein Schwanz nicht nach Meer riechen“, da ist er sich mit seinem Kommissar Charitos, über den er wie über einen guten Freund spricht, einig. Das gefällt ihm. Lachend würzt Markaris nach: „Der Satz hätte von mir sein können.“ Vielleicht wollte er deshalb seine Paella lieber mit Fleisch und nicht mit Fisch.</p>
<p>TEXT: Nikolaos G e or g a k i s</p>
<p>Erschienen am 25. April 2007, im <a href="http://www.echo-online.de/">Darmstädter Echo </a></p>
<p><a href="http://www.echo-online.de/"> </a></p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/georgakis.wordpress.com/61/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/georgakis.wordpress.com/61/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/georgakis.wordpress.com/61/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/georgakis.wordpress.com/61/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/georgakis.wordpress.com/61/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/georgakis.wordpress.com/61/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/georgakis.wordpress.com/61/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/georgakis.wordpress.com/61/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/georgakis.wordpress.com/61/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/georgakis.wordpress.com/61/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/georgakis.wordpress.com/61/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/georgakis.wordpress.com/61/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/georgakis.wordpress.com/61/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/georgakis.wordpress.com/61/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/georgakis.wordpress.com/61/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/georgakis.wordpress.com/61/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=georgakis.wordpress.com&amp;blog=1031228&amp;post=61&amp;subd=georgakis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Harriet Köhler &#8211; Ostersonntag</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Apr 2007 22:41:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nikolaos Georgakis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Harriet Köhler]]></category>
		<category><![CDATA[_Belletristik]]></category>

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		<description><![CDATA[Familien und andere Katastrophen ROMAN. Mit „Ostersonntag“ gelingt Harriet Köhler ein eindrucksvolles Debüt. „Nur Mut, Baby, komm schon, es tut nicht weh. Na los doch, tu es, dreh dich um. Worauf wartest du noch.“ Harriet Köhler kommt in ihrem ersten &#8230; <a href="http://georgakis.wordpress.com/2007/04/26/harriet-kohler-ostersonntag/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=georgakis.wordpress.com&amp;blog=1031228&amp;post=13&amp;subd=georgakis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://georgakis.files.wordpress.com/2007/05/5_koehler_ostersonntag.jpg?w=183&#038;h=284" alt="5_koehler_ostersonntag.jpg" height="284" width="183" /></p>
<p><strong>Familien und andere Katastrophen</strong><br />
<strong> ROMAN. Mit „Ostersonntag“ gelingt Harriet Köhler ein eindrucksvolles Debüt.<br />
</strong><br />
„Nur Mut, Baby, komm schon, es tut nicht weh. Na los doch, tu es, dreh dich um. Worauf wartest du noch.“ Harriet Köhler kommt in ihrem ersten Roman gleich zur Sache &#8211; anstößig, anzüglich, anstachelnd. Und um es gleich vorweg zu sagen: Es ist ein fulminantes Debüt. Etwas selbstverliebt in der Sprache vielleicht, aber fulminant.</p>
<p>Die aufmunternden Worte zu Beginn gelten der verzweifelten Hausfrau Ulla. Durch ihre „kleinen biestigen“ Augen sieht der Leser im Spiegel das „verquollene Gesicht“ der Professoren-Gattin, starrt fiebernd auf das Handy auf der Suche nach Nachrichten vom Liebhaber, kurz: wird unfreiwillig in die Rolle des Voyeurs gezerrt. Diesem Sturzbach an mitreißend finsteren Monologen voller Selbsthass und diffuser Lebensangst kann sich nur entziehen, wer das Buch bereits nach drei Seiten wieder aus den Händen legt. Aber selbst dann wird es einen nicht mehr loslassen. Zu sehr unterscheiden sich Köhlers Schilderungen von dem, was man gemeinhin eine Familiengeschichte nennt.</p>
<p>Der dramaturgische Clou der 1977 geborenen Autorin besteht darin, die wirren wie isolierten Gedankenströme von Vater, Mutter, Tochter und Sohn geschickt in eine sinnige Handlung münden zu lassen. Etwa wenn die Mutter voller Verachtung auf ihren Mann Heiner, den pensionierten Professor für Insektenkunde, blickt. Bereits beim Frühstück hat Heiner mit seiner fortschreitenden Demenz zu kämpfen, versteckt sich hinter der Tageszeitung, deren Buchstabenreihen er nur noch unter größten Anstrengungen entziffern kann. Das Leben entgleitet ihm, Ulla stellt ihm wortlos einen Toast hin.</p>
<p>Auf das späte Resignieren der Eltern folgt das frühe Scheitern der Kinder. Ferdinand, der Sohn, wollte Dichter werden, schrieb sich aber in Germanistik ein, um auf Musikwissenschaft umzusatteln und später auf Philosophie. Am ergiebigsten war sein Kurzbesuch im Fach Mathematik. Hier erlangt er die Erkenntnis, dass sein Leben eine &#8222;Gleichung voller Unbekannten&#8220; ist. Ähnliches verspürt er bei den Frauen, bei denen er sich Trost holt. Ferdinand ist eine Karikatur vom ewigen Studenten, mit dem Harriet Köhler kein Mitleid verspürt.</p>
<p>Auch nicht mit der Tochter Linda. Die Zeitungskolumnistin muss sich ihre Kreativität mit Drogen und Alkohol erkaufen. Die größte Angst des Lifestyle-Zombies: „Als Tresenschlampe zu enden.&#8220; Aber da gibt es ja den jungen Redaktionspraktikanten. Und den rettenden Zynismus: &#8222;Es ist egal, was du schreibst &#8211; Hauptsache, es ist gut erzählt.“</p>
<p>Harriet Köhlers Roman ist gut erzählt: Kraftvoll, beißend, voll mit Bildern, die man so noch nicht gelesen hat, streckenweise gar mit einem Schuss Melancholie garniert. Das Essen im elterlichen Haus am titelgebenden „Ostersonntag“ aber gipfelt im gegenseitigen Zufügen von neuen Verletzungen. Idylle? Auferstehung? Nicht in diesen Zeilen!</p>
<p><em>Harriet Köhler: „Ostersonntag“, Kiepenheuer &amp; Witsch, 17,90 Euro.</em></p>
<p>Erschienen am 12.04.2007, in der <a href="http://www.nrz.de" title="Neue Ruhr Zeitung" target="_blank">NRZ</a></p>
<p>Text: Nikolaos G e o r g a k i s</p>
<p>Bild: <a href="http://www.kiwi-koeln.de" title="Kiepenheuer &amp; Witsch">Kiepenheuer &amp; Witsch</a></p>
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		<title>Polizeipoeten</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Dec 2006 08:07:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nikolaos Georgakis</dc:creator>
				<category><![CDATA[_Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[_Porträts]]></category>

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		<description><![CDATA[Von der Seele geschrieben KULTUR. Tanja Woike arbeitet als Polizistin an der Borbecker Wache und schreibt in ihrer Freizeit Erzählungen. Eine ihrer Geschichten ist jetzt in einem Sammelband der Polizeipoeten erschienen. Im Werbefilm des ZDF wirft sich ein gesichtsloses Kreidemännchen &#8230; <a href="http://georgakis.wordpress.com/2006/12/29/polizeipoeten/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=georgakis.wordpress.com&amp;blog=1031228&amp;post=41&amp;subd=georgakis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Von der Seele geschrieben<br />
</strong>KULTUR. Tanja Woike arbeitet als Polizistin an der Borbecker Wache und schreibt in ihrer Freizeit Erzählungen. Eine ihrer Geschichten ist jetzt in einem Sammelband der Polizeipoeten erschienen.</p>
<p>Im Werbefilm des ZDF wirft sich ein gesichtsloses Kreidemännchen nach einer wilden Schießerei lässig in einen großen Fernsehsessel, drückt zwei Finger auf sein rechtes Auge, während der Schriftzug über ihm beteuert: &#8222;Wir sterben für gute Krimis.&#8220; Soweit die flotte Realität quotenfixierter Fernsehmacher.</p>
<p>Die Wirklichkeit der Polizeiroutine auf den Straßen ist da weitaus subtiler, bisweilen grausamer, abgründiger. &#8222;Jeden Tag den Tod vor Augen&#8220; &#8211; deshalb wohl dieser Titel des ungewöhnlichen Buchbandes, in dem 28 &#8222;Polizeipoeten&#8220; den alltäglichen Wahnsinn während ihrer Einsätze literarisch, aber authentisch verarbeiten. Tanja Woike ist eine von ihnen. Aus der Feder der Polizeiobermeisterin, die in der Borbecker Wache ihren Dienst ausübt, stammt eine leise, in fast schon sachlichem Ton geschilderte Begebenheit mit einem verwahrlosten Kind. Andere Autoren haben brutale Geiselnahmen, atemberaubende Verfolgungsjagden, den Tod eines Kollegen bei einem Routineeinsatz literarisch verarbeitet.</p>
<p>Verwahrlostes Kind im Lauf- und Saustall</p>
<p>Schreibt das Leben die besseren Krimigeschichten? &#8222;Zumindest die tragischeren&#8220;, antwortet die 33-jährige Polizistin, die zwar keinen &#8222;Tatort&#8220; oder andere Fernsehkrimis mag &#8211; &#8222;weil zu unrealistisch&#8220; &#8211; dafür aber gerne erfundene und schaurige Geschichten in ihrer Freizeit liest. Sie liest viel und sie liest schnell. &#8222;Dicke Bücher sind im Urlaub Pflicht&#8220;, sagt Tanja Woike. Und sie schreibt gerne. &#8222;In der Schule habe ich bei Aufsätzen manchmal so ausufernd erzählt, dass ich glatt das Thema vergaß.&#8220;</p>
<p>Nicht vergessen konnte die Polizistin das verwahrloste Kleinkind in seinem verdreckten Laufstall zwischen Pizzakartons, leeren Flaschen und stinkenden Müllsäcken. Die Mutter hatte es einfach allein gelassen. Tanja Woike musste das Kind aus seinem Lauf- und Saustall rausholen. Und tags darauf miterleben, wie die Mutter das Kind wieder mit nach Hause nahm. Das Gefühl von Ohnmacht, dass sie nach diesem Einsatz heimsuchte, verarbeitete die 33-jährige in ihrer Kurzgeschichte mit dem Titel &#8222;Machtlos&#8220;. Heute sagt sie: &#8222;Ich habe mir die Begebenheit regelrecht von der Seele geschrieben.&#8220; Und dann beim Internetportal der Polizeipoeten ins Netz gestellt. Anonym. Der Koordinator der schreibenden Polizistenzunft suchte dann ihr bewegendes Erlebnis und 27 andere Geschichten für den jetzt erschienenen Band aus der Menge der Internetpublikationen heraus. Somit war es vorbei mit der Anonymität.</p>
<p>Handkante saust wie ein Fallbeil hinab</p>
<p>&#8222;Auf meiner Wache wissen nur wenige, dass ich schreibe&#8220;, erzählt Tanja Woike. Sie sitzt in einem Rüttenscheider Café, plaudert über das Schreiben, über ihren Arbeitsalltag bei der Polizei und vergisst dabei ihren Latte macchiato, der hübsch aufgeschäumt vor ihr steht. Wenn die passionierte Reitsportlerin im Gespräch nach griffigen Ausdrücken sucht, dann krallen sich ihre Finger schon mal in der Luft fest. Und wenn sie einen rhetorischen Schrägstrich markiert, dann saust ihre linke Handkante wie ein Fallbeil von oben nach unten durch die Luft.</p>
<p>Die Körpersprache der Polizistin ähnelt ein wenig ihrem Schreibstil. Er kann emotional und äußerst präzise sein. &#8222;Im Job muss ich aber versuchen, das Elend nicht zu nah an mich herankommen zu lassen&#8220;, sagt die Frau, die gerne bei der Polizei arbeitet. Ambitionen für eine Karriere als Krimiautorin hegt sie nicht. Sie geht lieber auf Streife, ist gern draußen am Geschehen. In ihrem Beruf, sagt sie, wisse man nie, was einen täglich erwartet. Das sei spannender als jeder Fernsehkrimi.</p>
<p>Erschienen am 28. Dezember 2006, in der NRZ<br />
TEXT: NIKOLAOS GEORGAKIS</p>
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